T-Shirts und Caps zu "75 Jahre Feldbergring"
Erinnerungskultur ist wichtig. Anlässlich der am 14. September 2025 in der Jahrtausendhalle Oberreifenberg stattfindenden Feier „75 Jahre Feldbergring” hat der Geschichtsverein deshalb ein Erinnerungs-T-Shirt und eine „neutrale” Feldbergring-Cap entworfen. Interessierte Feldbergrennen-Fans können diese bei uns käuflich erwerben.
Das T-Shirt "75 Jahre Feldbergring" ist in der Vereins-Farbe des "Motorsportclub Feldberg e.V." gehalten. Die Vorderseite zeigt den Feldbergring und eines der tollsten uns bekannten Fotos an der Kirche / Café Waldschmitt. Es zeigt die neben Georg "Schorsch" Meier die wohl wichtigsten und besten Fahrer der Zeit: Wilhelm Noll und seinen Beifahrer Fritz Cron. Die beiden gewannen damals auf Ihrer BMW außer 1951 jedes Rennen auf dem Feldbergring, an dem sie teilnahmen. Die Rückseite zeigt das schöne Logo des MSC Feldberg und das Datum, an dem das erste Rennen auf dem Feldbergring durchgeführt wurde: der 1. Oktober 1950.
Der Wirtswiesenweiher
In Fabricius' Liste der Fischweÿer vnd Behälter wird als nächstes Ein Weyer in des Wirths Wiß biß in den Hohlweg genannt.
Die Wirtswiese war zu Beginn des 18. Jahrhunderts Gegenstand der Forschungen von Pater Franz Wenzel, der die erste Kirchenchronik von Reifenbergs verfasste. Er bemühte sich stets, die Finanzen der Kirche in Ordnung zu bringen, und stritt mit dem Rentmeister um allerlei Zuständigkeiten und Rechte.
Die Wirtswiese war 1680, also relativ kurze Zeit nach Fabricius' Dokumentation, in den Besitz der Kirche übergegangen. Pater Wenzel vermerkte dazu in der Oberreifenberger Pfarrchronik auf Seite 106 Folgendes:
Erinnerungsfeier "75 Jahre Feldbergring" in der Jahrtausendhalle
Anlässlich des ersten Rennens auf dem Feldbergring am 1. Oktober 1950 lädt der „Geschichtsverein Reifenberg” am Sonntag den 14. September 2025 unter dem Motto „75 Jahre Feldbergring” in die Jahrtausendhalle Oberreifenberg ein. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und endet gegen 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden sind willkommen.
Fest geplant sind derzeit Ausstellungen - unter anderem mit Beteiligung des „HOREX Club Taunus” - sowie ein Mehrspieler-Simulatorrennen mit vier „Racing-Sims” und einige Kurzvorträge. Für Bewirtung ist ebenfalls gesorgt. Es sind einige tolle Überraschungen geplant, die an dieser Stelle noch nicht verraten werden sollen. Das vollständige Programm wird 3 Wochen vor der Veranstaltung über verschiedene Medienkanäle bekannt gegeben.
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Der Weiher am Feldbergkastell
Das Feldbergkastell wird bei Fabricius als Polburg bezeichnet, der Limes zu seiner Zeit als Polgraben, also Pfahlgraben. Am linken Rand seiner Zeichnung notierte er noch verschiedene Orte:
Mebes Wis, grigges wis, Weithaus und Stempel.
Der Name "Mebeswiese", heute "Heimliche Wiese" genannt, geht vermutlich auf den damals in hiesiger Gegend vorkommenden Familiennamen "Mebes" zurück1.
Gleiches dürfte für die Bezeichnung "Griggeswiese" gelten. Diese Wiese wird in einer Grenzsteinliste von 1711 ebenfalls als Wiese einer Person namens "Grüttkes" bzw. "Krüttges" zugeordnet2.
Das Feldbergkastell wurde nachweislich vom 17. bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts als "Waidhaus" bezeichnet. Dies scheint sich erst mit dem Beginn der Forschungen von Pfarrer Hannappel am Römerbad, welches bis dahin als "Heidenkirche" bezeichnet wurde, geändert zu haben.
Erinnerungstafeln "Feldbergrennen" aufgestellt
Von 1950 bis 1954 fanden in Reifenberg Rennen auf dem 11,576 Kilometer langen Feldbergring statt. Warum waren diese Rennen bedeutender, als man es sich heute vorstellen kann?
Werfen wir einen Blick auf die Zahlen des heutigen Rennsports. Die Zuschauerzahlen der DTM lagen 2024 zwischen 42.000 in Oschersleben und 110.000 auf dem Norisring.
Trotz des schlechten Wetters kamen zum ersten Rennen in Oberreifenberg rund 30.000 Zuschauer. 1951 waren es rund 150.000, 1952 bereits zwischen 180.000 und 200.000. 1953 waren es ebenfalls 200.000 und 1954 trotz eines Unwetters rund 50.000 Zuschauer. Dies verdeutlicht die Dimension der damaligen Ereignisse, die der Hochtaunus heute kaum noch erlebt.
Um an diese großartigen Ereignisse sichtbar zu erinnern, hatte der "Geschichtsverein Reifenberg" bei der "Bürgerstiftung Schmitten" einen Konzeptvorschlag zur Aufstellung von Erinnerungstafeln eingereicht.
Weiher und Mühlen - Einleitung
Heinz-Peter Mielke berichtete bereits 1978 über die Weiher und Mühlen der Herrschaft Reifenberg1. In den "Oberurseler Mitteilungen" geht er in dem Artikel über die Beschreibung des Amtes Reifenberg detailliert auf die Situation derselben ein. Grundlage waren die Notizen und Zeichnungen des reifenbergischen Amtmanns, Johann Reichard Fabricius, die um 1675 entstanden sein müssten
Die "Arbeitsgemeinschaft der Geschichtsvereine des Hochtaunuskreises" widmete dem Thema "Mühlen im Hochtaunuskreis" ebenfalls eine umfangreiche Sammlung an Informationen2.
Aber auch Lokalhistoriker aus Reifenberg haben hierzu in den letzten Jahren zahlreiche Informationen zusammengetragen, Vor-Ort-Begehungen durchgeführt, alte Karten und Originalquellen aus verschiedenen Archiven analysiert und vieles mehr. Diese Erkenntnisse wurden bisher noch nicht dokumentarisch zusammengetragen, was im Jahre 2025 nachgeholt werden soll.
Nadlerhaus-Dach endlich repariert, absichtliche Beschädigung?
Eines der Hauptprobleme am "Nadlerhaus Wagner-Mühlbach" ist nun behoben: Die fehlenden Dachziegel wurden durch das Team von Herrn Architekt Stephan Dreyer wieder verschlossen, so dass kein Regen mehr von oben in das Nadlerhaus eindringen kann. Im Namen des Geschichtsvereins möchten wir uns hier bei den beteiligten Personen recht herzlich Bedanken!
In diesem Zusammenhang muss allerdings kurz auf etwas sehr Unverständliches hingewiesen werden. Die Bauanalyse des "Landesamtes für Denkmalschutz in Hessen" von Architekt Stephan Dreyer kommt an einer Stelle zu folgender Aussage:
"Im Firstbereich sind zwei Löcher, die augenscheinlich durch Abhebeln der im Mörtelbett verlegten Firstziegel und der Dachziegel entstanden sind."
Hier muss leider davon ausgegangen werden, dass jemand in der Vergangenheit diese Ziegel absichtlich entfernt hat, um den Zustand des Hauses absichtlich zu verschlechtern. Denn diese waren so befestigt, dass ein eigenständiges Herabfallen auch vom Sachverständigen ausgeschlossen werden wurde.
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