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Ausblick Naturpark ORDie Feldbergrennen, die zwischen 1950 und 1954 mit bis zu 200.000 Besuchern in und um Reifenberg stattfanden, geraten leider immer mehr in Vergessenheit, unter anderem auch, da kaum noch Zeitzeugen der Ereignisse von damals zu finden sind. Der "Geschichtsverein Reifenberg" hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, eine Erinnerungskultur an die Feldbergrennen zu schaffen, um an die großartigen Ereignisse der frühen 1950er Jahre sichtbar zu erinnern.

Auch wenn Rennsport heutzutage ein gewisser Antagonismus zum Bestreben nach Natur und Ruhe zu sein scheint, so kann man nicht leugnen, dass von solchen Motorsportveranstaltungen bei sehr vielen Menschen immer noch eine große Faszination ausgeht. Dass Veranstaltungen in einer solchen Größe in Reifenberg stattgefunden haben, erscheint vielen heutzutage fast nicht vorstellbar. Die wenigen, noch lebenden Zeitzeugen lassen in ihren Schilderungen jedoch erahnen, wie grandios die damaligen Veranstaltungen gewesen sein müssen. Fotos aus der Zeit lassen uns zumindest einen Einblick in die Zeit gewinnen und erahnen, warum sie so beeindruckend war. Damit die Faszination dieser Zeit auch heutigen und späteren Generation in einem angemessenen Maße gedanklich erhalten bleibt, setzt sich der "Geschichts­verein Reifenberg" für den Aufbau einer Erinnerungskultur ein.

Unser Konzept-Vorschlag des "Geschichtsverein Reifenberg" beim Ideenwettbewerb der "Bürgerstiftung Schmitten", in Ober- und Niederreifenberg Erinnerungstafeln zu den Feldbergrennen aufzustellen, wird mit €1.300 gefördert. Das am 3. November eingereichte Konzept sieht vor, in Oberreifenberg am ehemaligen Standort des "Start- und Ziel"-Gebäudes sowie in Niederreifenberg in der Nähe des "Brennpunkt Weilquelle" entsprechende Tafeln aufzustellen.

 

"Start- und Ziel"-Gebäude

Die Schaltzentrale der Feldbergrennen, um die sich alles drehte, war das sogenannte "Start und Ziel"-Gebäude an der ehemaligen Bushaltestelle gegenüber dem Parkplatz Pfarrheckenfeld. Die dort heute noch existierende, ebene Fläche ist einzig und allein diesem "Start- und Ziel"-Gebäude zu verdanken. In dem 24 Meter langen, 6 Meter tiefen und 10,3 Meter hohen Gebäude war nach dem Ende der Rennen zunächst noch eine Gaststätte untergebracht. Danach war es kurzzeitig Beherbergungsstätte einer sozial-schwachen Familie, bis es schließlich im Frühjahr 1958 vollständig ab­ge­rissen wurde. Später entstand an Stelle des "Start- und Ziel" eine Bushaltestelle, an der auch lange Zeit eine Telefonzelle stand, die beide mittlerweile ebenfalls nicht mehr existieren.

Heute steht dort eine Hütte mit einer Tafel des Skiclubs. Eine Erinnerung an die Geschichte des hiesigen Sport-Gebietes fehlt. Der Naturpark Hochtaunus (oder die Gemeinde Schmitten?) hat dort eine große, überdachte dreiteilige Tafel mit Hinweisen für Wanderer aufgestellt, die allerdings teilweise veraltete Information für bereits geschlossen Gasthäuser enthält. Eine weitere dreigliedrige Tafel informiert über den "Heilklimapark Hochtaunus".

Dem eigentlich Ursprung dieses Ortes jedoch, dem "Start- und Ziel"-Gebäude und den Feldbergrennen wurden bisher mit keinster Silbe gedacht. Neben den sicher richtigen und wichtigen Hinweisen der bestehenden Tafeln für Touristen würde mit einer Erinnerungs-Tafel dem Ursprung der Fläche mit seinem repräsentativen Gebäude, aber auch der Feldbergrennen selbst gedacht.

Tafel Naturpark NR klein"Brennpunkt Weilquelle" in Niederreifenberg

Als zweiter Standort für eine Tafel sollte das Gebiet um den ehemaligen Niederreifenberger Gasthof "Weilquelle Eins" in Frage kommen, da dort ein riesiger Anziehungspunkt für Zu­schauer­massen gewesen ist:

Eine echte Holztribune gab es dort zwar nicht, aber es ist 1953 deutlich eine Art tribünenartige Abstufung zu sehen, die vielleicht aufgeschüttet worden war.

Grundlegender Design-Inhalt

Folgende Inhalte waren uns beim Design wichtig:

  • Die Wichtigkeit der Rennen in der damaligen Zeit zeigt ein Zitat des Hessischen Ministerpräsidenten, der damals Schirmherr für die Rennen war.
  • Generelle kurze Beschreibung
  • Informationen zum Standort bei den Rennen
  • Fotos der Lokation zwecks Wiedererkennungswert
  • Logo der Organisation "Motorsportclub Feldberg e.V."
  • Link (QR-Code) auf weiterführende Informationen